Einrichtung

Deine Ziele festlegen

Der erste Schritt zum Erfolg in den sozialen Medien ist die Festlegung von Zielen, die mit deinen geschäftlichen Zielen übereinstimmen. Dieser Leitfaden hilft dir bei deinen ersten Schritten und bei der Festlegung von SMART-Zielen. Außerdem enthält er einige hilfreiche Beispiele.

Deine Ziele festlegen
  • Grundlagen
  • Ziele für Social-Media-Aktivitäten festlegen
  • Häufige Ziele von Social-Media-Aktivitäten
  • Beispiele für Ziele von Social-Media-Aktivitäten in verschiedenen Netzwerken
  • Support anfordern

Grundlagen

Wie alle Marketingaktivitäten beginnt auch die Planung einer Social-Media-Strategie mit der Festlegung von Zielen. Deine Ziele helfen dir, deine Content-Strategie zu definieren, dein Budget zu bestimmen, dich auf Daten zu fokussieren und deinen Erfolg zu belegen. Die grundlegendste Frage lautet: Was will ich mit sozialen Medien erreichen? Willst du die Markenbekanntheit erhöhen, die Kundenbindung stärken, Beziehungen zu deinen Kunden aufbauen, deinen Kundenservice verbessern oder alles auf einmal? Was auch immer du erreichen willst – ohne Ziele kannst du den Erfolg nicht messen.

Ziele für Social-Media-Aktivitäten festlegen

Ziele für Social-Media-Aktivitäten zu definieren ist keine einfache Aufgabe. Schließlich können soziale Medien für viele verschiedene, teilweise miteinander verknüpfte Zwecke genutzt werden. Ohne eine gute Navigation solltest du dich nicht in das häufig unruhige Fahrwasser der sozialen Medien begeben.

Ziele sind nicht nur ein guter Wegweiser. Sie helfen dir und deinen Teams auch, konkrete Aufgaben zu planen und anzupacken.

Gerade, wenn man etwas ganz neu anfängt, ist es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen. Du hast große Ideen? Super! Aber nimm dir am Anfang nicht zu viel vor. Setze dir lieber kleinere Ziele, auf denen du aufbauen kannst.

Fange allgemein an und werde dann konkreter

Große Ideen ist ein gutes Stichwort: Der Blick auf das große Ganze ist ein hervorragender Ausgangspunkt für den Zielsetzungsprozess. Vielleicht willst du ein neues Serviceangebot einführen oder die Aufmerksamkeit einer bestimmten Zielgruppe gewinnen. Mit diesem allgemeinen Ziel vor Augen kannst du beginnen, detaillierte Ziele festzulegen und in konkrete Aufgaben zu übersetzen, die du dann Schritt für Schritt angehen kannst.

SMART-Ziele setzen

Du weißt, wo du hinwillst. Damit ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um dir konkrete Ziele zu setzen – SMART-Ziele.

Ein SMART-Ziel ist:

  • Specific (spezifisch): Dein Ziel sollte klar und einfach formuliert sein. Sei spezifisch: Wie lautet dein Ziel? Wer ist dafür verantwortlich, dass das Ziel erreicht wird? Und welche Schritte wirst du unternehmen, um das Ziel zu erreichen?

  • Measurable (messbar): Vergewissere dich, dass du die Fortschritte nachverfolgen und quantifizieren kannst. Dein Ziel sollte mit einer oder mehreren Leistungskennzahlen (KPIs) verknüpft sein

  • Achievable (erreichbar): Vergewissere dich, dass dein Ziel realistisch und realisierbar ist. Frage dich: Können wir das schaffen? Unerreichbare Ziele sind kontraproduktiv und führen letztlich zu Frust und Enttäuschung.

  • Relevant (relevant): Dein Ziel sollte für dich und dein Geschäft relevant sein. Es sollte einen echten Nutzen generieren. Beziehe diesen Nutzen in dein Ziel ein und vergewissere dich, dass dein Team diesen wirklich versteht.

  • Time-bound (zeitgebunden): Setze eine Frist. Ein zeitlicher Rahmen wird dich motivieren und dafür sorgen, dass das Projekt fristgerecht umgesetzt wird.

Mit SMART-Zielen vermeidest du abstrakte Zielsetzungen, die sich nur schwer in konkrete Schritte herunterbrechen lassen. Vage Ziele, die sich nicht an Leistungskennzahlen festmachen lassen, sind ein häufiger Fehler. Vermeide zum Beispiel Ziele wie diese: „Wir werden TikTok nutzen, um die Markenbekanntheit zu stärken.“

Ein SMART-Ziel könnte dagegen so lauten:

„Wir wollen mehr junge Erwachsene auf unsere Website locken und unseren Umsatz mit dieser Altersgruppe in den nächsten sechs Monaten um 5 Prozent steigern. Dazu werden wir über TikTok unterhaltsame Inhalte teilen, die Interesse an unserem Unternehmen wecken und unsere Markenbekanntheit steigern. Über TikTok-Werbung holen wir die Nutzer dann auf unsere Website.“

Häufige Ziele von Social-Media-Aktivitäten

Hier sind einige Beispiele für die geläufigsten Ziele von Social-Media-Aktivitäten. Bedenke, dass die meisten Social-Media-Marketingstrategien eine Kombination von mindestens zwei dieser Ziele verfolgen.

Stärkung der Markenbekanntheit und Reputation

Erstes Ziel jeder Social-Media-Marketingstrategie dürfte die Profilierung in den sozialen Medien sein. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck bei deiner Zielgruppe? Setzen sich deine Follower regelmäßig aktiv mit deinen Inhalten auseinander? Wie viel Resonanz erhältst du im Vergleich zu deinen Wettbewerbern? Die Stärkung der Markenbekanntheit ist ein langfristiges Ziel jeder Marketingstrategie. In den sozialen Medien kann dies zu einem anhaltend hohen User Engagement führen.

Beispiel-KPIs: 

  • Follower

  • Impressionen

  • Reichweite

  • Engagement

Leads generieren und Verkaufszahlen steigern

Oberstes Ziel jeder Marketingstrategie ist die Steigerung der Verkaufszahlen. In der Social-Media-Welt bedeutet dies, Inhalte zu produzieren, durch die Nutzer zu Kunden werden. Dafür kann es wichtig sein, nicht nur bezahlte Werbung in sozialen Netzwerken zu schalten, sondern auch kreative Wege zu finden, um Nutzer dazu zu bewegen, sich aktiv mit deinen Inhalten auseinanderzusetzen und bestimmte Websites zu besuchen. Dabei musst du darauf achten, wie du bestimmte Zielgruppen ansprichst. 

Beispiel-KPIs: 

  • Conversion Rate

  • Umsatzerlöse

  • Lead Conversion Rate

  • Conversions ohne Umsatz (Registrierungen, Downloads usw.)

Steigerung des User Engagements

Die Anzahl der Likes und Shares, die Inhalte erhalten, wird häufig als ‚Vanity-Metrik‘ bezeichnet – also als Kennzahl für etwas, das sich gut anfühlt, aber wenig über den wirklichen Erfolg von Social-Media-Aktivitäten aussagt. Die Steigerung der Anzahl der Nutzer, die sich mit deinen Inhalten beschäftigen, ist jedoch ein wichtiges Ziel, das Aufschluss darüber geben kann, ob deine Content-Strategie funktioniert und deine Botschaften ankommen. Durch wirkliche Interaktionen mit engagierten Nutzern kannst du zudem gute Beziehungen zu einer Community aufbauen und so noch mehr Gespräche generieren. 

Beispiel-KPIs: 

  • Klicks

  • Likes

  • Shares

  • Kommentare

  • Erwähnungen

Vergrößere deine Zielgruppe

Wie das User Engagement ist der Ausbau der eigenen Zielgruppe ein weiteres wichtiges Ziel. Dafür musst du deine Zielgruppe verstehen, deine wirkungsstärksten Inhalte ermitteln, die besten Zeitpunkte und Abstände für die Veröffentlichung neuer Inhalte bestimmen und Kampagnen entwickeln, um neue Follower zu gewinnen. 

Beispiel-KPIs: 

  • Erwähnungen

  • Follower

  • Engagement Rate

  • Share of Voice

Lenke mehr Traffic auf deine Websites

Soziale Medien eignen sich hervorragend, um Nutzer auf die eigenen Websites zu lenken. Egal, ob du möchtest, dass Nutzer eine Produktseite besuchen oder ein Whitepaper herunterladen – ein höherer Traffic auf deinen Websites und Produktseiten dürfte ein Ziel deiner Social-Media-Aktivitäten sein. Um herauszufinden, welche Kanäle und Inhalte die gewünschten Ergebnisse erzielen, musst du nachvollziehen können, wie Besucher deine Seiten nutzen. 

Beispiel-KPIs: 

  • Traffic

  • Klicks auf Links

  • Conversions

  • Abonnements

  • Anfragen

Beispiele für Ziele von Social-Media-Aktivitäten in verschiedenen Netzwerken

Kein Social-Media-Kanal ist wie der andere. Daher werden sich auch deine Ziele von Plattform zu Plattform unterscheiden. Hier sind einige Beispiele, die die besonderen Stärken ausgewählter sozialer Netzwerke reflektieren.

Kundenservice auf Twitter

Twitter ist eine ideale soziale Plattform für den Kundenservice. Über Twitter kannst du ganz einfach Beziehungen zu deiner Zielgruppe aufbauen und direkt mit einzelnen Kunden interagieren.

Mehr Sichtbarkeit auf Instagram

Instagram ist ein sehr visuell geprägtes Netzwerk und eignet sich dadurch hervorragend für die Darstellung der menschlichen Seite deines Geschäfts. Du kannst Nutzer durch Storys einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen oder mit Influencern zusammenarbeiten, um Produkte oder Kampagnen zu bewerben.

Positioniere dich als Vordenker auf LinkedIn

LinkedIn hat sich zum bevorzugten Business-Netzwerk entwickelt. B2B-Marken können die Plattform nutzen, um ihren Brancheneinfluss und ihre Expertise zu verdeutlichen oder um sich mit anderen zu vernetzen und so neue Geschäftschancen aufzutun. LinkedIn ist auch die Top-Plattform für die Talentsuche und Personalgewinnung.

Gezielte Werbung auf Facebook

Facebook gilt häufig als Goldstandard für die Social-Media-Werbung. Es hat nicht nur mehr Nutzer als jedes andere Netzwerk, sondern bietet auch die ausgeklügeltsten Ad-Targeting-Dienste. Wenn du eine bestimmte Zielgruppe fast überall auf der Welt erreichen willst, ist Facebook vermutlich deine erste Wahl.

Support anfordern

Falls du Fragen hast oder Hilfe bei der Festlegung von Zielen benötigst, wende dich bitte an das globale Marketingteam deiner BU oder schreibe eine E-Mail an das Digital Communications Team im Bereich Konzernkommunikation, Nachhaltigkeit & Marke.